Details

ISBN/EAN: 978-3-9899842-7-1
Format: EPUB
DRM: Nicht vorhanden
Weitere Details
Auflage:
1. Auflage 2025
Erschienen am:
Sprache:
Deutsch
Umfang:
234 S., 1.10 MB
Empfohlene App:
Barrierefreiheitsinformationen
Unbekannte Barrierefreiheit
Weitere Details arrow_forward_ios

Deichschatten

eBook - Ein fesselnder Ostfriesland Krimi, Neuausgabe / New edition, Neuausgabe / New edition

4,99 €
inkl. MwSt.

Herunterladen

Beschreibung

Eine Mutter und ihr Neugeborenes verschwinden spurlos– kann das Ermittlerduo sie rechtzeitig retten, bevor es zu spät ist?
Ein spannungsgeladener Ostfriesen-Krimi mit einer düsteren Wendung

Kriminalkommissarin Hannah Adams ist neu in Ostfriesland und rechnet mit einem ruhigen Start– bis sie im Krankenhaus mit einem beunruhigenden Fall konfrontiert wird: Eine Mutter ist direkt nach der Geburt ihres Kindes spurlos verschwunden. Zusammen mit Leyla Zapatka, der ehrgeizigen Staatsanwältin, macht sich Hannah auf die Suche nach der offensichtlich verschreckten Frau und ihrem Kind. Zur gleichen Zeit kollabieren plötzlich mehrere Erdgaskavernen im ostfriesischen Etzel und die Bevölkerung muss aufgrund der Geschehnisse evakuiert werden. Das Chaos eskaliert, während Hannah und Leyla verzweifelt versuchen, Mutter und Kind zu finden– doch die Hinweise deuten auf ein erschreckendes Geheimnis hin. Ist das Baby wirklich sicher bei der eigenen Mutter?

Erste Leser:innenstimmen
„Für jeden Fan von spannenden Kriminalthrillern!“
„Ein düsterer Kriminalroman an der Küste Ostfrieslands mit interessantem Ermittlerduo.“
„Tiefgründig, intensiv und spannend von der ersten Seite an!“
„Ein nervenaufreibender Thriller, dessen Thematiknoch lange nach dem Lesen im Gedächtnis bleibt“

Leseprobe

Prolog

Bin ich tot? Fühlt es sich so an, tot zu sein? Schwerelos, schmerzfrei, ohne Gefühl für mich und die Dinge um mich herum. Alles schwarz. Keine Sorgen mehr. Vor mir erscheint eine klitzekleine Flamme. Während ich hinschaue, wird sie größer, bunter, wird runder und formt sich zum Tunnel. Erst klein, doch die Öffnung vergrößert sich, je näher sie mir kommt. Als würde ich in eine bunte Windhosenröhre blicken.

Dann beginnt sich die Windhose zu drehen, erst langsam, aber sie nimmt Fahrt auf. Nähert sich mir. Doch ich habe keine Angst, im Gegenteil, will in die Öffnung schweben. Erkenne am Ende der Röhre ein weißes Licht, das mich magisch anzieht. Da will ich hin! Ich beginne darauf zu zu schweben, ganz leicht, ganz glücklich …

Ah, der Schmerz ist unerträglich. Was ist das? Woher kommt er? Warum lassen die – wer ist das? – mich nicht in Ruhe schweben, es ist doch so schön hier. Ich will ins Licht.

Wieder dieser furchtbare Schmerz. Weg, lasst mich in Ruhe. Ich will weg, will nicht hier sein, was fällt euch ein? Oh Gott, tut das weh. Dann sinke ich weg.

Ein Brennen und Stechen im Bauch. Was geschieht mit mir? Ich habe Angst. Angst? Wieso habe ich Angst? Ich bin doch tot! Wieder lasse ich mich sanft hinabgleiten in das Nichts, das Schweben.

Als ich das nächste Mal auftauche, irgendwo aus dem Nirgendwo, bin ich nicht mehr schwerelos, sondern wiege Zentner. Mein eigenes Gewicht drückt mich nieder. Wohin? Unter Wasser? Ich bekomme kaum Luft. Wo ist das Licht, in das ich schweben wollte? Und wo sind die Ruhe und die Körperlosigkeit?

Alles tut mir weh. Am schlimmsten ist, dass ich mich nicht bewegen kann. Irgendetwas hält mich fest, drückt mich nieder, presst mir die Beine auseinander. Was geschieht da nur mit mir? Wer ist das? Was macht der mit mir? Ich will das nicht, versuche die Beine zusammenzudrücken, aber es geht nicht. Meine Knie liegen auf einer gepolsterten Lehne und sind festgezurrt.

Explosionsartig setzt der Schmerz wieder ein. Mein ganzer Körper zieht sich zusammen und versucht das, was sich zwischen meinen Beinen befindet, wegzudrücken. Vergebens. Jetzt scheint mein Unterleib zu zerbersten.

Dann dieses Dröhnen. Es presst meinen Schädel zusammen wie ein Schraubstock. Nun kommt auch noch ein beißender Geruch hinzu. Er ist kaum auszuhalten. Irgendetwas scheint meine Luftröhre zu verätzen. Ich versuche zu husten, kann aber nicht. Mein eigenes Gewicht drückt meine Brust so fest zusammen, dass statt eines befreienden Hustens nur ein kleines Röcheln herauskommt. Zu wenig, um mich von dem quälenden Gefühl in meiner Kehle zu befreien.

Erneut versuche ich, das alles wegzuschieben, zurück in den Tunnel zu gelangen. Will nur weg. Aber schon wieder zerrt etwas an mir. Was ist das nur? Und wo ist der Tunnel geblieben?

Da! Da ist es, das weiße Licht. Aber warum habe ich nicht mehr das wohlige Gefühl? Und was drückt da auf mein Gesicht? Nun verfärbt sich das Licht und nimmt Farbe an. Gelb, rot und blau, wie ein Regenbogen, nur nicht so schön. Ich schnappe wieder nach Luft. Die erreicht kaum meine Lunge. Jetzt drückt etwas auf meine Schultern, presst mich noch weiter nach unten. Was geschieht bloß mit mir, warum hilft mir keiner?

Plötzlich ist alles vorbei. Der Schmerz ist weg, aber auch der Tunnel und die Lichter. Undeutlich nehme ich den Schrei in meiner Nähe wahr, laut, verzweifelt. Kommt das Geräusch von mir? Oder wird da noch ein Mensch gequält? Ich versuche, die Augen zu öffnen, werde aber von dem grellen Licht geblendet. Nach einem kurzen Moment sehe ich immerhin undeutliche Umrisse: Vor mir steht eine blutverschmierte weiße Gestalt mit einem tropfenden Bündel in der Hand.

Kapitel 1

26. Mai 2009, 6 bis 11 Uhr

Um sechs Uhr morgens wird in Etzel im Landkreis Wittmund bei einem der Erdgas-Untergrundspeicher der Firmengruppe EAC ein Druckabfall registriert. Die Kaverne, ein unterirdischer Hohlraum, wurde aus dem unter dem Gebiet lagernden viertausend Meter hohen Salzstock mit Wasser ausgespült. Der zigarrenförmige Speicher ist sechshundert Meter hoch und hat einen Durchmesser von siebzig Metern. Sind die Kavernen mit Erdgas gefüllt, hält der Druck des Gases sie gegen den Druck des sie umgebenden Gesteins weitgehend stabil. Werden sie entleert, sacken sie zusammen und der darüber liegende Erdboden gibt nach.

Die Belegschaft kann sich den plötzlichen Druckabfall nicht erklären. Alle Maßnahmen, ihn wieder auf Normal zu bringen, scheitern.

Nach einer Stunde werden die ersten Gasaustritte aus dem Boden festgestellt. Noch hofft die Betreibergesellschaft, das Problem ohne externe Hilfe und vor allem ohne Beunruhigung der Zivilbevölkerung in den Griff zu bekommen.

Das misslingt gründlich. Gegen neun Uhr hat die Konzentration von Erdgas in der Luft beunruhigende Werte angenommen. Endlich entschließt man sich von Werksseite, Havariealarm auszulösen. Die Werksfeuerwehr rückt an. Noch kann man sich nicht dazu durchringen, auch die Feuerwehren der angrenzenden Gemeinde Friedeburg sowie den Gefahrgutzug des Landkreises Wittmund um Hilfe zu bitten.

Gegen zehn Uhr tritt an mindestens zwanzig Stellen Gas aus dem Boden aus. Es entsteht ein Riss in der Erdoberfläche, der immer größer wird. Bereits eine Viertelstunde später hat er eine Länge von einem halben Kilometer erreicht. Seine Breite variiert zwischen wenigen Zentimetern und einem Meter. Die Bildung des Risses ist mit geysirähnlichen Ausbrüchen verbunden. Ein Gemisch aus Erdgas, Schlamm und Wasser erreicht in Fontänen Höhen von bis zu fünf Metern. Es entsteht eine Gaswolke, die gegen elf Uhr eine Ausdehnung von drei Kilometern hat.

Endlich werden auch die Feuerwehren der Umgebung beigezogen. Es wird die Anweisung erteilt, die Bevölkerung im Umkreis von zwei Kilometern zu warnen. Mit dem Sirenensignal ›eine Minute Heulton‹ werden die Anwohner aufgefordert, sich in geschlossene Räume zu begeben und das Radio oder den Fernseher einzuschalten. Doch die wenigsten kennen die Bedeutung des Sirenentons. Sie halten den Warnton für eine Übung.

Zu diesem Zeitpunkt ist bereits klar, dass alle Menschen im Umfeld der Kavernen evakuiert werden müssen, da die Konzentration des Gases in der Gaswolke inzwischen hochexplosiv ist. Betroffen sind zunächst die Einwohner von Etzel, Horsten und Marx. Die Fernstraße zwischen Friedeburg und der Autobahn 29 muss wegen des Westwindes mit einer Stärke von 3 auf der Beaufortskala gesperrt werden. Kein Mensch kann vorhersagen, wie weit die Erdgaswolke nach Osten getrieben werden wird.

Die Einwohner der betroffenen Ortschaften werden von Polizeibeamten, die von Tür zu Tür gehen, auf die Gefahr hingewiesen. Panik bricht aus. Viele versuchen, mit ihrem eigenen Fahrzeug die Umgebung der Kaverne zu verlassen. Die Ängste werden weiter geschürt, als die ersten toten Kühe auf Wiesen neben den Kavernenschächten entdeckt werden.

Inzwischen hat die Werksleitung auf Drängen der Werksfeuerwehr eingesehen, dass die Katastrophenschutzzüge aus Wittmund, Jever und Wilhelmshaven angeford...

E-Book Informationen

Alle hier erworbenen E-Books können Sie in Ihrem Kundenkonto in die kostenlose PocketBook Cloud laden. Dadurch haben Sie den Vorteil, dass Sie von Ihrem PocketBook E-Reader, Ihrem Smartphone, Tablet und PC jederzeit auf Ihre gekauften und bereits vorhandenen E-Books Zugriff haben.

Um die PocketBook Cloud zu aktivieren, loggen Sie sich bitte in Ihrem Kundenkonto ein und gehen dort in den Bereich „E-Books“. Setzen Sie hier einen Haken bei „Neue E-Book-Käufe automatisch zu meiner Cloud hinzufügen.“. Dadurch wird ein PocketBook Cloud Konto für Sie angelegt. Die Zugangsdaten sind dabei dieselben wie die Ihres Kundenkontos in diesem Webshop.

Weitere Informationen zur PocketBook Cloud finden Sie unter www.meinpocketbook.de.

Allgemeine E-Book-Informationen

E-Books in diesem Webshop können in den Dateiformaten EPUB und PDF vorliegen und können ggf. mit einem Kopierschutz versehen sein. Sie finden die entsprechenden Informationen in der Detailansicht des jeweiligen Titels.

E-Books ohne Kopierschutz oder mit einem digitalen Wasserzeichen können Sie problemlos auf Ihr Gerät übertragen. Sie müssen lediglich die Kompatibilität mit Ihrem Gerät prüfen.

Um E-Books, die mit Adobe DRM geschützt sind, auf Ihr Lesegerät zu übertragen, benötigen Sie zusätzlich eine Adobe ID und die kostenlose Software Adobe® Digital Editions, wo Sie Ihre Adobe ID hinterlegen müssen. Beim Herunterladen eines mit Adobe DRM geschützten E-Books erhalten Sie zunächst eine .acsm-Datei, die Sie in Adobe® Digital Editions öffnen müssen. Durch diesen Prozess wird das E-Book mit Ihrer Adobe-ID verknüpft und in Adobe® Digital Editions geöffnet.