Zwischen Licht und Schatten (gebundenes Buch)

Der Welten-Express 2
ISBN/EAN: 9783551654120
Sprache: Deutsch
Umfang: 416 S.
Format (T/L/B): 3.6 x 21 x 15.5 cm
Lesealter: Lesealter: 10-18 J.
Einband: gebundenes Buch
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*** Eine atemlose Reise, angetrieben von Kohle, Dampf. und Magie! Willkommen im WELTEN-EXPRESS! *** BAND 2: Endlich ist Flinn Nachtigall offiziell Schülerin im Welten-Express, dem magischen Internatszug. Doch dass sie eines Tages die Welt verändern soll, mag sie kaum glauben. Auch ihre Freunde Pegs, Kasim und Fedor reagieren mit gemischten Gefühlen. Denn der gesamte Zug ist in Gefahr: ein geheimnisvoller Schatten treibt sein Unwesen und Maskierte sorgen für Chaos und Angst. Was ist los an Bord des Welten-Express? Das Reise geht weiter: Der zweite Band einer fantastisch-zauberhaften Trilogie über Freundschaft, Liebe und Abenteuer mit jeder Menge Spannung und Magie für Mädchen und Jungen ab 11 Jahren *** Für Fans von "Harry Potter" und "Der Goldene Kompass" ***"Ein Schätzchen! Was für ein wundervolles Buch!" (Leserstimme) ***
Anca Sturm, geboren 1991 in der Lutherstadt Eisleben, schreibt seit ihrem elften Lebensjahr. Nach dem Abitur und einer Ausbildung zur Buchhändlerin entschied sie sich, ihr Leben dem Schreiben zu widmen. Heute wohnt sie in der Nähe von Berlin und verreist am liebsten per Bahn. 'Der Welten-Express' ist ihr Romandebüt. Für Band 1 erhielt sie den Preis "Der goldene Bücherpirat 2019" als beste Nachwuchsautorin und den Saarländischen Kinder- und Jugendbuchpreis 2019.
Flinns Abenteuer an Bord des Welten-Expresses geht weiter! Im Herbst 2019 erscheint Band 2 - hier eine kleine Leseprobe:   Mitten in der Nacht weckte Flinn ein Klopfen. Das ist Jonte, dachte sie, noch halb im Traum. Sie hielt die Augen geschlossen und lauschte: da waren der Regen, der rhythmisch aufs Dach trommelte und die Fensterscheibe hinunterlief, das Rasseln der Räder, das verwaschene Klickklack der Gleisnähte, jedes Mal, wenn der Zug dreihundert Meter passierte. Dreihundert Meter, sechshundert, neunhundert. Klopfklopf. Flinn schlug die Augen auf. Da war er wieder: ein hölzerner Ton, weich und mit Widerhall, ganz anders als das metallene Regen- und Räderrauschen. Mit pochendem Herzen stützte Flinn sich in ihrem Hochbett auf die Ellbogen. Ihr Kopf streifte die Decke über ihr. Helle Farbe rieselte auf ihre petrolfarbene Bettdecke wie Sternschnuppen. Da erst fiel Flinn auf, dass Pegs' Sternlichtprojektor den Geist aufgegeben hatte: zitternd und flackernd wie die Lichter im Speisewagen, erstarben gerade die letzten silbernen Lichtpunkte. Im Abteil wurde es stockdunkel. Klopfklopf. Flinn hielt den Atem an. "Pegs?", flüsterte sie und rang nach Atem. "Hörst du das?" Pegs antwortete ihr mit einem lauten Schnarcher und einem schläfrigen Schmatzen. Wahrscheinlich träumte sie von Beamtenkugeln und Schafssüße. Flinns Herz trommelte einen schnelleren Rhythmus als die Gleisnähte. Was sollte sie tun?   Klopfklopf. Der Ton wurde immer dringlicher. "Mutig voraus", murmelte Flinn und diesmal funktioniert Jontes Spruch: Flinn erwachte aus ihrer Angst und schwang die Beine aus dem Bett. Einen Moment baumelten sie in der Luft, dann ließ Flinn sie auf den flauschigen Teppich gleiten. "Nachtwind kommt auf", murmelte sie Jontes Postkartenworte und schob die Abteiltür beiseite. Zum Vorschein kam - ein Zwerg. Flinn blinzelte. Die Nachtbeleuchtung war um diese Zeit bloß ein grünliches Notlicht und einen Moment lang glaubte Flinn, es tatsächlich mit einem Kobold zu tun zu haben. Dann bog der Welten-Express in einer Kurve aus einem Waldgebiet hinaus und wässriges, dünnes Mondlicht ergoss sich auf die Gestalt. Es war Jakub. Der achtjährige Waisenjunge mit der Koffergeige. Flinn starrte verblüfft auf ihn hinab. "Was ist los?", fragte sie. Jakub rieb sich Schlaf und Tränen aus den Augen und sagte, ohne den Blick von ihr abzuwenden: "D-da i-ist ein Schr-schrank u-unter meinem Mo-Monster." Er sprach sehr schnell und abgehackt, sodass Flinn trotz der Universalübersetzung im Zug Probleme hatte, ihn zu verstehen. "Was?" Flinn kniff die Augen zusammen. Träumte sie etwa noch? "Da i-ist ein Monster unter mei-meinem Bett", versuchte Jakub es noch einmal. "U-unten drun-drunter." Flinn schlang die Arme um den Oberkörper. Die Müdigkeit ließ sie frösteln, doch die Enttäuschung über diesen belanglosen Besuch war noch kälter. Wie eine eisige Hand schloss ihr Kummer sich um ihren Magen. "Was soll das heißen?" Sie versuchte, sich zu konzentrieren. Jakub blickte sie an, als wäre sie schwer von Begriff. "D-du musst nachsch-schauen!", erklärte er vorwurfsvoll und zeigte den Gang entlang, als erwartete er, dass sie ihm folgte. Flinn benötigte zwei Sekunden, ehe sie begriff. "Warte mal!", wand sie ein. Sie fühlte sich unwohl. Nächte in Weidenborstel zogen vor ihrem inneren Auge vorbei, Geplärre und Gezanke und die eisigen Worte ihrer Mutter: "Du bist ein Mädchen, also kümmere dich gefälligst um deine Brüder!" Das Problem war, dass es ihr nie jemand gedankt hatte, wenn sie Streit geschlichtet oder Albträume vertrieben hatte, die nackten Füße frierend auf den rauen Holzdielen. Niemanden hatte es interessiert, dass sie deshalb am nächsten Morgen in der Schule müde und unkonzentriert gewesen war. "Warum sollte ich dir helfen?", fragte sie verzagt. Jakub begann zu zittern und Flinn überlegte, ob er wirklich Angst hatte oder einfach nur fror. "W-weil ich dich da-darum bitte", sagte er. Mist. Diese Antwort war gut. Flinn schloss für einen Moment frustriert die Augen, dann griff
Die Reise geht weiter: "Sei furchtlos und kühn."